Chronologie Kapitel 4: 1992 – 1965

A Essayistische, literarische Einzel- und Selbstpublikationen, Hörspiele
B Herausgeber, Redaktion
C Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen
D Beiträge

1992

C 1992 a

A 1992 Christian Boltanski. THE MISSING HOUSE. The Museum. Berliner Künstlerprogramm des DAAD für das Heimatmuseum Berlin-Mitte, 32 S.
Führer zum gleichnamigen Werk, das anlässlich der Ausstellung „Die Endlichkeit der Freiheit“ 1990 in Berlin entstanden ist (→ B 1990 b) und als einziges Überbleibsel dieser Ausstellung bis heute in einer Baulücke in der Großen Hamburger Straße 15/16 zu besichtigen ist. Das kleine bebilderte Heft im üblichen Format der Kirchenführer mit meinem Text Das unmögliche Leben entstand anlässlich der Übergabe einer von Christine Büchner und Andreas Fischer eingerichteten Vitrine mit Materialien an das Heimatmuseum Berlin Mitte. Diese Vitrine ist nicht mehr vor Ort.

B 1992 a Periphere Museen in Berlin. Merve Verlag, Berlin, 188 S.
Neben meinem Vorwort zur Museologie Beiträge von Peter Bexte und Sylvia Schimm (Berliner Panoptikum), Peter Paul Bork (Schulmuseum), Frieder Butzmann (Wassersportmuseum Grünau), Elke Erb (Jagdschloss Grunewald), Aulikki Eromäki (Wäschereimuseum), Peter Funken (Feuerwehrhistorische Sammlung), Michael Glasmeier (Hundemuseum), Durs Grünbein (Guritsche Mißbildungssammlung), Thomas Kapielski (Zucker-Museum), Hannah Kruse (Museum  für Produktionsgeschichte der Wasserwirtschaft Berlins), Heinz-Werner Lawo (Gaslaternen-Freilichtmuseum), Gert Mattenklott (Mauer-Museum), Christiane Seiffert (Friseurmuseum), Walter Seitter (Museum der bedingungslosen Kapitulation), Andreas Seltzer (Polizeihistorische Sammlung), Niko Tenten (Deutsches Rundfunkmuseum), Sabine Vogel (Sportmuseum Berlin), Elke Judith Wagner (Blinden-Museum), Hanns Zischler (Rotkreuz-Museum). Die Texte basieren auf einer von mir konzipierten Sendereihe für den Rundfunksender DS-Kultur. Ausführliche Bibliografie.

B 1992 b Redaktion: Takahiko Iimura. Film und Video. Hg. v. Berliner Künstlerprogramm des DAAD, Ausst.-Kat. Daadgalerie Berlin, 74 S.
Deutschsprachige und überarbeitete Fassung von „Film and Video“, Ausst.-Kat. Anthology Film Archives, New York 1990. Mit Beiträgen von Jonas Mekas, Scott MacDonald und Daryl Chin und Texten dieses Pioniers eines experimentellen Films in Japan.

C 1992 a Hulda Hakon. many painted people, life and true stories. Galerie OZWEI, Berlin 5.12. – 30.1.1993
Katalog, 28 S., unpag., dt./engl., zusammen mit Niko Tenten herausgegeben. Mit Texten von Tenten und meinem Essay Sie sind da.
Ausstellung farblicher Relieffiguren. „Nur in den Farbnuancen von Haar, Haut und Kleidung entpuppt Hakon die Figuren als individuelle Platzhalter. Einen zweiten, ähnlich unscheinbaren Schritt der Differenzierung setzt die Künstlerin auf der Textebene ein. Jedes Konterfei wird von einem beschrifteten Sockel ergänzt. Die Sätze verketten lose aufgeschnappte Alltagskonversationen mit abstrakten Gedanken, Cocktailrezepte stehen neben anthropologischen Spekulationen.“ Harald Fricke
Rez.: Harald Fricke in taz, 2.1.1993:
https://taz.de/Liebevolle-Nachsicht-im-Umgang-mit-dem-Exponat/!1637179/

C 1992 b Ort Schloss Wilhelmsthal – Souterrain. Kassel-Calden, (15.5.– 12.7.)
mit Lucius Burckhardt, Horst Keining, Julia Lohmann, Piotr Nathan
Katalog, 32  S. und Farbleporello, von Marianne Heinz und mir, mit Texten der Herausgeber zur Geschichte des Rokokoschlosses und zu den beteiligten Künstlern.
Neben ortsbezogenen Arbeiten waren auch die feinen Aquarelle des Urbanistikforschers und Spaziergängers Lucius Burckhardt in Vitrinen zu sehen.

C 1992 c Beteiligung: Visuelle Poesie in Berlin. Ausst.-Kat. Galerie Pankow, Berlin, unpag., Werkabbildungen
M.E. erste Überblicksausstellung zur visuellen Poesie von Berliner Autoren und Künstlern mit u.a. Elfriede Czurda, Helmut Eisendle, Ludwig Gosewitz, Laszlo Lakner, Ann Noël, Oskar Pastior, Margaret Raspé, Robert Rehfeldt, Valeri Scherstjanoi, Norbert Tefelski, Emmett Williams, Ruth Wolf-Rehfeldt.

D 1992 a Raffael Rheinsberg. Histories of Mentalities. In: Welcome Europa. European Art 1992. Ausst.-Kat. 13 Art Museums in Denmark, o.O., (dän./engl.), S. 375–377

D 1992 b Schneeflocken in Kisten. In: Correspondentia. Ausst.-Kat. Nordiskt Konstcentrum, Helsingfors, dt./engl., S. 64–74
Zu Yngve Zakarias.

D 1992 c Vom Klang der Dinge. Beitrag zur Optophonik. In: Hans Peter Kuhn. Ausst.-Kat. Künstlerhaus Bethanien, Berlin, unpag., mit CD

D 1992 d Der gute Ort. In: Bauwelt 32, S. 1784-1791
Mit großzügigem Dokumentationsmaterial versehener Textauszug aus dem Ausstellungsführer zu „Missing House“ von Christian Boltanski → A 1992.

D 1992 e Was ist eigentlich reell? Ein Rückblick auf den Kapitalistischen Realismus. In: neue bildende kunst 1/2, 1992, S. 14–16

D 1992 f Eins zu eins. Die Lichtpause und die Reproduktion der Welt. In: Baumeister 4, 1992, S. 22–25, neu in Üben → A 2000
Zu Robert Rauschenberg und die Geschichte der „Bause“ seit den 18. Jahrhundert.

D 1992 g Serendipity (komisch). In: Entrance to Exit. Berliner Künstlerprogramm des DAAD, Berlin, S.12f.
Text zum finnischen Künster Kari Cavén.
https://anhava.com/artists/kari-caven/

D 1992 h Von der Macht der Wandbilder. In: Wandbilder. Ausst.-Kat. Dependance Specks Hof. Hg. Peter Lang, Leipzig, unpag.
Zu den Fresken in der Renaissance und zum Manierismus Pontormos.

D 1992 i Das Rad des Klangs. Auf: Frieder Butzmann. DIVE BOMBERS. CD, Zensor Berlin
Gedichtvertonung, komponiert von Butzmann und gesungen vom Tenor Udo Scheuerpflug.

D 1992 j [Kurzbeiträge zum Ausstellungskapitel „Aufbruch in die Moderne: Berlin, Prag, Wien, Warschau“]. In: Jüdische Lebenswelten. Berliner Festspiele, Jüdischer Verlag, Suhrkamp Verlag, Frankfurt, S. 611–622 + S. 626–643 + S. 653–664
U.a. zum Café des Westens, zu Kurt Hiller, Jakob van Hoddis, Ernst Blass, Alfred Lichtenstein, Herwarth Walden, Ludwig Meidner, Carl Einstein, Mynona, Raoul Hausmann, Walter Serner, Egon Erwin Kisch, Walter Mehring, Kurt Tucholsky, Joseph Roth, Alfred Döblin etc. und den Zeitschriften „Der Sturm“, „Die Aktion“

D 1992 k Natur im Licht und Nichtlicht. Zu den Nachtbildern von Floris M. Neusüss. In: Floris M. Neusüss. Fotogramme. Ausst.-Kat. Heidelberger Kunstverein, S.35f.
https://de.wikipedia.org/wiki/Floris_Michael_Neus%C3%BCss

D 1992 l Künstler in Metropolen. Ein Beitrag zur Feldforschung. In: Klara Wallner (Hg.): Zeit der Tiere. A space without art. Ausst.-Kat. Veterinärmedizinische Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin, S.47–49

D 1992 m Vom Bilderlesen. In: Zitty. Illustrierte Stadtzeitung 26, 1992, S. 48–50
Sammelrezension: Bücher von Ulrich Raulff (zu Friedrich Gundolf), Roberto Longhi (zu Masolino und Masaccio), Walter Seitter (zu Piero della Francesca), Andreas Beyer (zur Lesbarkeit der Kunst), Erwin Panofsky, Martin Warnke und Paul Virilio.
Im Übrigen gab es dann unter der Ägide des Kulturredakteurs Marius Babias etwa seit Mitte der 90er (?) neben meinen Texten zur Kunst bis Anfang der 2000er Jahre auch eine von mir kontinuierliche gepflegte zweiwöchige Rubrik für Kunstbuchkurzkritiken in diesem Stadtmagazin, das ich hauptsächlich wegen seiner politischen Essays und tollen Cartoonisten sehr gemocht habe, das aber in Coronazeiten eingestellt wurde.

D 1992 n Auf was? Über Andrea Tippel. In: Das Andrea Tippel Heft. Zeichnungen, Objekte, Komposite, Bücher, Texte u.a. Biographie, Bibliographie und Ausstellungsliste. Hg. Barbara Wien, Wiens Verlag, Berlin, S. 10

1991

B 1991 a

B 1991 a Redaktion: Experiment Freiraum. Vorträge, Werkstatt. Sabine Konopka, Verlag für Architektur- und Kunstpublikationen = Schriftenreihe der Architektenkammer Berlin, Band 2, Berlin, 98 S.

Dokumentation der Vorträge und Werkstattergebnisse einer Veranstaltung der Architektenkammer Berlin vom 19.2 – 3.3.1990 im Hamburger Bahnhof, Berlin. Mit Beiträgen von Klaus Angermann (Hörlandschaften), Hannes Böhringer (freie Räume), Martin Schneider (das Temporäre), Ulrich Schwarz (das Exterritoriale), Hermann Seiberth (Naturerfahrung), Barbara Straka (Kunsträume), Stephan Strauss (Landschaftsarchitektur), Frank Werner (Denkräume) und mein Text Freiraumexperimente zu den Singvögeln bei Barthold Heinrich Brockes, Kurt Schwitters und Henning Christiansen.

B 1991 b Redaktion mit anderen: sound POESIE sonore. Bernhard Heidsieck. Emmett Williams. NAU-Verlag Berlin, dt./engl., 8 lose Kartons und 3 Leporellos in Box mit CD, 450 Expl., signiert und nummeriert

Material zu einer Veranstaltung im Inter-Continental Hotel Berlin am 22. 2. 1991. Neben Fotografien und meiner Einführungsrede Reproduktionen der Textpartituren „Vaduz“ von Bernhard Heidsick und „MUSICA“ von Emmett Williams. Nach der Veranstaltung gab es ein Festmenü und die von mir geladene Jazzformation „Night and Day“ (Alexander von Schlippenbach, Rüdiger Carl, Jay Oliver und Sven-Åke Johansson) spielte zum Tanz der Reichen und Schönen auf.

D 1991 a Weiß. + Verarmter Barock. In: von angesicht zu angesicht. Ars Baltica Prolog 1991. Ausst.-Kat. Kunsthalle zu Kiel u.a.O., S. 73–78 + S. 105–110
Interviews mit Anne Katrine Dolven und Sibylle Hofter.

D 1991 b Zeit und Standpunkt. In: Anne Katrine Dolven. Ausst.-Kat. Nordic Arts Center, Helsinki, norw./fin./ dt., unpag.
https://www.akdolven.com/

D 1991 c Rapport. Eine kleine Kompilationsmaschine. In: Kai Vöckler. Rapport. Ausst.-Kat. Galerie Transit, Leuven, dt./ nd./frz., unpag.
Begriffsklärungen von Abstraktion bis Wiederholung zur Kunst des Rapports.

D 1991 d Modellversuch. In: Klara Wallner (Hg.): Zeitpumpe a space without art. Berlin 1991, S. 20–23
Über Politik, Kunst und Poesie anlässlich einer Ausstellung in der Pumpenfabrik Hermann Herholz in Berlin-Mitte mit u.a. Christiane ten Hoevel und Raffael Rheinsberg.

D 1991 e mit Wolfgang Max Faust und Gerti Fietzek: Zu den Künstlern. In: Metropolis. Internationale Kunstausstellung Berlin 1991. Hg. Christos M. Joachimides und Norman Rosenthal, Ausst.-Kat. Martin-Gropius-Bau, Edition Cantz, Stuttgart 1991, S. 269–320, englische Ausgabe bei Rizzoli, New York
Finanziert durch das ABM-Programm (Arbeitsbeschaffungsmaßnahme) des Senats. Neben den Künstlerbios auch redaktionelle Mitarbeit am Katalog zur Ausstellung.

D 1991 f Serienhelden. In: Cornelia Schleime. Ausst.-Kat. Aschenbach Galerie Amsterdam 1991, dt./engl., unpag.
https://www.cornelia-schleime.de/

D 1991 g mit Niko Tenten: Pick-Up on Henning Christiansen. In: siksi. The Nordic Art Review 4, 1991, S. 5–15

D 1991 h Ansichten vom Garten. In: Margaret Raspé (Hg.): Freiluft. Dokumentation, Berlin, unpag., Zitatensammlung.
1991 lud die Künstlerin und Filmemacherin Margaret Raspé, deren lang vergessenes Werk 2023 mit einer Retrospektive im Berliner Haus am Waldsee jüngst wieder gewürdigt wurde, zu Interventionen in ihren schönen Garten am Rhumeweg.

D 1991 i Rezensionen zur Anthologie des „Querschnitt“, zu Ilya Kabakow, Boris Groys, Hans-Peter Feldmann, Arno Schmidt & Design. In: kursiv. Literaturblatt der Bauwelt 12, 1991, S. 7, 13 + kursiv 11, 1991, S.9

D 1991 j Das kartierte Wunderbare. In: Bauwelt 31, 1991, S.1603 – 1607
Erste Annäherungen an das Thema, siehe auch → D 1997 e.

D 1991 k Piotr Nathan. In: Kunst Bulletin, März 1991, S. 18–20
https://de.wikipedia.org/wiki/Piotr_Nathan

D 1991 l Kunstnudeln. In: Von Nudeln & Menschen. Hg. Julia Bachstein. Frankfurter Verlagsanstalt, Frankfurt a.M. 1991, S. 181–188
Zu Nudelwerken von André Thomkins („Mit Spaghetti genudelter Makkaroni“) und Fritz Balthaus. („Junggesellenmakkaroni“).
http://www.balthaus.org/de/jungesellenmakkaroni.html

D 1991 m Gesichter und Physiognomie. In: Frank Dornseif. Köpfe. Ausst.-Kat. Mannheimer Kunstverein u.a.O., S. 96f.

1990

B 1990 b

B 1990 a mit Lucius Grisebach: buchstäblich Nürnberger wörtlich Tage. Dokumentation von Aktionen und Vorträgen anläßlich der Ausstellung „buchstäblich wörtlich – wörtlich buchstäblich“ in der Kunsthalle Nürnberg im Juni und Juli 1989. Verlag für moderne Kunst Nürnberg, 80 S.

Künstlerische Beiträge von Frieder Butzmann, Sven-Åke Johansson und Thomas Kapielski, Bernard Heidsieck, Mauricio Nannucci, Alberto Pimenta, Konrad Balder Schäuffelen und Emmett Williams, Vorträge von Eugen Gomringer, Theodor Verweyen und Christina Weiss und der Abdruck meiner Rede Die Potenz des Kleinen zur Eröffnung der Ausstellung buchstäblich wörtlich wörtlich buchstäblich ( C 1987 a, A 1987 a) in Nürnberg am 22.6.1989. Beigelegt war dieser Dokumentation mit ihrem reichen Fotomaterial auch eine 17 cm-Schallplatten mit Stücken von Butzmann, Johansson, Kapielski, Heidsieck und Williams.

B 1990 b Redaktion: Die Endlichkeit der Freiheit. Berlin 1990, Ein Ausstellungsprojekt in Ost und West. Hrsg. V. Wulf Herzogenrath, Joachim Sartorius, Christoph Tannert, Edition Hentrich, Berlin, 240 S.

Handbuch zur gleichnamigen Ausstellung mit Werken von Giovanni Anselmo, Barbara Blum, Christian Boltanski, Hans Haacke, Rebeca Horn, Ilya Kabakov, Jannis Kounellis, Via Lewandowsky, Mario Merz, Raffael Rheinsberg, Krzystof Wodiczko, Texte von und zu den Künstlern, zu Berlin insbesondere nach dem Mauerfall, Ortsrecherchen oder zur ‚Kunst an anderen Orten’ von Heiner Müller, Susan Sontag, Maurice Blanchot, Hannes Böhringer, Andreas Seltzer, Wulf Herzogenrath, Brigitte Hammer, Wolfgang Max Faust, Nike Bätzner, Christiane Büchner, Andreas Fischer, Oliver Schwarz, Ulla Klein, Heinz-Werner Lawo, Eugen Blume, Durs Grünbein, Thomas Wulffen, Hans Dickel, Sabine Vogel. Mein Text Doppeldoppel widmet sich dem Werk von Bloom. Mit Brigitte Hammer erstellte ich eine Bibliographie zum Thema Installation (in Weiterführung → D 1984 b). Da die Fertigung des Handbuch zeitgleich zum Aufbau der künstlerischen Stadtinterventionen stattfand, wurden die Abbildungen der fertigen Arbeiten als Postkartenset beigelegt.

https://www.sarahalberti.de/endlichkeitderfreiheit

B 1990 c mit Thomas Isermann: Schriftproben von Peter Hammer. Merve Verlag, Berlin, 16 S., unpag.

Das Heft bietet eine vollständige Reproduktion der „Schriftproben“ von Hammer (d.i. Joseph Görres) aus dem Jahr 1808, eine typografisch äußerst präzise gestaltete Satire, in der Form und Inhalt ineinandergreifen. Das Heft erschien als eine Freundesgabe des Verlags in einer Auflage von 500 Exemplare und war im Handel nicht erhältlich.

C 1990 mit Sabine Vogel: Die Endlichkeit der Freiheit. Dokumente, Materialien, Informationen. daadgalerie, Berlin (1.9. – 7.10.)
Begleitausstellung mit Künstlermaterialien zum gleichnamigen Projekt B 1990 b

D 1990 a Grote Oren. Big Ears. In: the hague, contemporary music festival. (Programmheft) Den Haag 1990, S. 12–14, neu → D 2000 h

D 1990 b Leichte Schwere. In: Daidalos 37, 1990, dt/engl., S. 107–116, neu in Üben → A 2000
Zu Werken von Elke Wagner, Marcel Duchamp, Esther Hess, Alexander Calder, Piotr Nathan, Rainer Ruthenbeck, Richard Serra, Peter Fischli und Davis Weiss.

D 1990 c Zeitraum. In: aus den Städten. Hg. Chris Reinecke und Rainer Knaust, Ausst.-Kat. Kunstpalast, Ehrenhof, Düsseldorf, S. 43
Zu Katharina Meldner.
Roland Berg https://www.kunstforum.de/artikel/katharina-meldner/

D 1990 d UND 12 Splitter. In: Die Zunge am Eis. Nova Zembla, ’s-Hertogenbosch, nl./dt., S. 25–40
Materialien zu einer gleichnamigen Veranstaltung mit Ausstellungen, einem Wochenende mit Filmen, Konzerten, Aufführungen und einem Radioprojekt von Künstlern aus den Niederlanden und Berlin im Nova Zembla, ’s-Hertogenbosch (31.3. – 3.6.).

D 1990 e Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Gehen. In: Bauwelt 7/8, 1990, S.296–299
Im Wesentlichen eine Zitatensammlung zum Gehen von Denis Diderot bis Gundi Feyrer.

D 1990 f Der bellende Bücherschrank. In: Von Büchern & Menschen. Frankfurter Verlagsanstalt, Frankfurt a.M. 1990, S. 28–34, zuerst → D 1986 e

D 1990 g Bewegungen. In: Ricarda Fischer. Ausst.-Kat. Galerie Kinter, Remshalden-Geradstetten, unpag.

D 1990 h Arthur Segal. + Nikolas Braun. + Werner Heldt. In: Berliner Kunststücke. Die Sammlung der Berlinischen Galerie. Redaktion Eva Züchner, Berlinische Galerie, 1990, S.154 + S. 156 + S. 158 + S. 200
Dieser einzigartige Sammlungskatalog vereint Werkauseinandersetzungen von Schriftstellern, Künstlern, Wissenschaftlern, Kultur- und Kunsthistorikern auf einem eher poetischen Weg der Annäherung an die Kunst.

D 1990 i Rezensionen zu Marcel Duchamp, Alberto Savinio, Gerard de Nerval, Giulio Carlo Argan, Hannes Böhringer, Erich Mendelsohn, zum Flaneur, zu Architektur und Film. In: kursiv. Literaturblatt der Bauwelt 10, 1990, S. 4f., 13 + kursiv 9, 1990, S. 2f.,8, 9 + kursiv 8, 1990, S. 4f., 10f.,15

1989

A 1989

A 1989 mit Ursula Block: Broken Music. Artists´ Recordworks. Berliner Künstlerprogramm des DAAD und gelbe Musik, Berlin, dt./eng./frz., 280 S.

Handbuch anläßlich der gleichnamigen Ausstellung. Groß angelegtes Kompendium zum Umgang bildender Künstler mit Schallplatten, Abbildungen und genaue Beschreibungen aller erfassten Werke. Zur Künstlerliste und Ausstellung C 1998 a.

Mit Beiträgen von u.a. Theodor W. Adorno, René Block, Ursula Block, Jean Dubuffet, Milan Knížák, Laszlo Moholy-Nagy, Christiane Seiffert, Hans Rudolf Zeller und mein Text Die Musik der Engel. Bibliografie und beigelegte  ø 17 cm Folienschallplatte mit „Broken Music“ von Milan Knížák, interpretiert vom Arditti String Quartet.

2018 erfolgte ein Reprint von Primary Information, New York A 2018

D 1989/90 Gedichte dichtung. natur. In: Dichtungsring. Zeitschrift für Literatur 17-18, 1989/90, Umschlag vorn und hinten

D 1989 a „passiv selten, aktiv öfter“. Der Musiker André Thomkins. + Ausstellungsverzeichnis und Bibliographie, von Serge Stauffer, bearbeitet von Michael Glasmeier. In: André Thomkins. labyrinthspiel. Ausst.-Kat. Akademie der Künste, Berlin; Kunstmuseum Luzern, 2 Bde., Bd.1, S. 201–203 + S. 243–268

Zwei Große: ein Zeichner und Poet (1930 – 1985), den ich noch kennenlernen durfte, und ein Künstler, Forscher, Bibliograph (1929 – 1989), dem ich aus der Ferne helfen durfte. Beide haben mich auf die Spur gesetzt.

D 1989 b Bevor die Roboter kamen. Anthropomorphe Maschinen, kleinbürgerliche Automaten und mechanische Welten im Zitat und Automatenmenschen. + Eine Auswahlbibliographie zur Sekundärliteratur. In: Maschinenmenschen. Aust. Kat. Neuer Berliner Kunstverein, Berlin, S. 115–124 + S. 159–163

D 1989 c Jes Petersen. In: Kunst in Berlin. Hg. Patricia Ferer und Karin Graf. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1989, S. 116f., neu → D 2009 e
Ein Porträt dieses eigenwilligen Galeristen und Verlegers Petersen (1936 – 2006}, der sich um Raoul Hausmann, Franz Jung, Oskar Panizza, Friedrich Schröder-Sonnenstern wie auch um Tomas Schmit , Dorothy Iannone oder Nanne Meyer mehr als verdient gemacht hat. Mit ihm organisierte ich 1988 ein Festival zu Ehren Karl Valentins → C 1988 b.

D 1989 d Bauchen. In: Daidalos 31, 1989, dt./engl., S. 108–11, neu in Üben → A 2000
Zur sogenannten Ku’damm-Vase (1957) von Gerhard Schultze-Seehof.

D 1989 e Vermeer vermehren. In: Bauwelt 35,1989, S. 1586–1589, neu in Üben → A 2000
Vermeer und Camera obscura.

D 1989 f Fragment und Erinnerung. In: Elke Wagner. Plastiken. Ausst.-Kat. Neuer Berliner Kunstverein, Berlin, unpag.
http://elkejudithwagner.de/

D 1989 g negativ – positiv – mal – plus. In: Ricarda Fischer. wie man sieht. NAU-Verlag, Berlin, lose Blätter in Box, Auflage 50 Expl., dt/engl., S. 1–4

D 1989 h formationen. In: Peter Kuckei. Ausst.-Kat. Kunsthalle Wilhelmshaven, Galerie Nieuwe Weg, Doorn/NL, S. 27–29
11 Gedichte über Wolken.

D 1989 i Rezensionen zu Pontormo und Christian W. Thomsen. In: kursiv. Literaturblatt der Bauwelt 7, 1989, S. 14f.

D 1989 j [zu Elke Wagner], In: Bericht über die Tätigkeit des Bundesverbandes Deutsche Beton- und Fertigteilindustrie e.V. für das Jahr 1989. BDB, Bonn, S.1
Wagners Skulptur „Punchingball II“ (1987).

D 1990 k In der Schwebe. In: Nanne Mayer. Ausst.-Kat. Kunsthalle Nürnberg, dt./engl., S. 7–11
https://nannemeyer.de/

1988

B 1988

B 1988 mit Thomas Isermann: Clemens Brentano, Joseph Görres. Uhrmacher, Bärnhäuter und musikalische Reisen. Satiren der Heidelberger Romantik. Edition Sirene, Berlin, 208 S.

Illustrierte Publikation der versponnenen antibürgerlichen Anarchosatiren „Uhrmacher BOGS“, „Nachgelassenes Fragment zum Uhrmacher“, „ Der erste Bärnhäuter“ und „Correspondenznachrichten aus Bädern und Brunnenorten“ und unser Nachwort Das Gemeinsame ist immerdar mehr Wert als jedes Einzelne. Das im Handsatz gesetzte Buch wurde in nur wenigen Exemplaren gebunden. Mit sämtlichen Illustration, Worterklärungen, Bibliografie. 2016 erschien eine Neuausgabe mit einem weiteren Nachwort und zusätzlichen Illustrationen B 2016 c.

C 1988 a mit Ursula Block: Broken Music. Artists‘ Recordworks. daadgalerie, Berlin (18.12. – 12.2.1989)

mit Yaacov Agam, Albrecht D., Laurie Anderson, Art & Language, Attersee, Bernard et François Baschet, Claus van Bebber, Harry Bertoia, Joseph Beuys, Claus Böhmler, Christian Boltanski, KP Brehmer, John Cage, Henning Christiansen, Philip Corner, Hanne Darboven, Die Tödliche Doris, Jean Dubuffet, Marcel Duchamp,  Fischli / Weiss, Bill Fontana, Terry Fox, Jack Goldstein, Peter Gordon, Richard Hamilton, Bernhard Heidsieck, Sven Åke Johannson, Joe Johns, Julius, Mauricio Kagel, Thomas Kapielski, Allan Kaprow, Martin Kippenberger, Yves Klein, Milan Knížák, Arthur Köpcke, Takehisa Kosugi, Jarosław Kozłowski, Christina Kubisch, Laibach, Sol LeWitt, Walter Marchetti, Christian Marclay, Meredith Monk, Otto Muehl, Piotr Nathan, Hermann Nitsch, Albert Oehlen, Markus Oehlen, Yoko Ono, Roman Opalka, Nam June Paik, A.R. Penck, Robert Rauschenberg, The Red Crayola, Boyd Rice, Dieter Roth, Gerhard Rühm, Reiner Ruthenbeck, Sarkis, Tomas Schmit, Conrad Schnitzler, Kurt Schwitters, Stuart Sherman, Michael Snow, André Thomkins, David Tudor, Ben Vautier, Herman de Vries, Wolf Vostell, Yoshi Wada, Andy Warhol, Roberts Watts, Lawrence Weiner, Adolf Woelfli, La Monte Young, Yngve Zakarias, Z’ev u.a.

Katalogbuch A 1989, A 2018

Ich begleitete dann den Aufbau der Ausstellung im Magasin Grenoble (30.9. – 26.11.1969). Danach wanderte die Ausstellung noch zur 8th Biennale of Sydney in die Ivan Dougherty Gallery (12.05. – 9.06. 1990) und ins Musée d’art contemporain de Montréal (4.11.90 – 10.02.91). Die Schallplattensammlung von Ursula Block (gelbe Musik) befindet sich heute zu großen Teilen in der Sammlung des Hamburger Bahnhofs. National Galerie der Gegenwart. Staatliche Museen zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz und wurde dort, angereichert auch durch akustische Environments 2022 unter dem Titel „Broken Music.Vol. 2“ wieder gezeigt (17.12.2022 – 15.5.2023).

C 1988 b An Bord. Ritter im Geiste Karl Valentins. Petersen Galerie, Berlin (11.2. – 19.3.)

mit Fritz Balthaus, Anna & Bernhard Blume, Peter Fischli und David Weiss, Henriëtte van Egten, Dorothy Iannone, Jutty, Thomas Kapielski, Nanne Meyer, Gerhard Rühm, Tomas Schmit, Friedrich Schröder-Sonnenstern, André Thomkins, Andrea Tippel, Timm Ulrichs, Karl Valentin, Jan Voss, Stefan Wewerka, Gottfried Wiegand, Suse Wiegand, Emmett Williams

Plakat von Fritz Balthaus. Weitere Station: Marlene Frei, Artist-Books, Galerie & Edition, Zürich (19.5 – 30.6.)

Konrad Heikamp: „In der Ausstellung läuft ein Hund herum, der Jutty heißt. Er ist so häßlich wie Bobsi, den Karl Valentin so liebte, dass er ihn sogar auf Tourneen mitnahm. Von Bobsi hängt ein Originalfoto an der Wand, das Karl Valentin selbst aufgenommen hat. […] Es sind Sachen zu sehen, die man gewöhnlich als Objekte bezeichnet, aber damit täte man ihnen unrecht. […] Manchen der Dinge in der Ausstellung sieht man an, dass sie nur den Gestus einer Valentinischen Idee umsetzen und bei anderen spürt man, dass sie wirklich ‚Kaminkehrer in der Nacht‘ sind. Und das ist dann sehr liebevoll, schön und traurig. Und einige werden’s überhaupt nicht lustig finden.“
Rez.: Konrad Heikamp in taz 17.2.1988

In Berlin fanden parallel ein Festival mit Filmen des Komikers im Kino Eiszeit statt und am 19. und 20.11 ein von mir organisiertes Karl Valentin-Symposium im Künstlerhaus Bethanien (mit Peter Bexte, Hannes Böhringer, Klaus Gronenborn, Thomas Kapielski, Ulrich Kurowski, Rolf Lobeck, Karl Riha, Walter Seitter und Wolfgang Till und mir). Bis auf das Referat von Böhringer ist es leider nicht zur Veröffentlichung der hochinteressanten und kontrovers diskutierten Symposiums-Beiträge gekommen, vgl. Hannes Böhringer: “Loch im Zahn“. In: ders.: Moneten. Von der Kunst zur Philosophie. Berlin 1990, S. 111 – 115.

C 1988 c Beteiligung: Philadelpho Menzes (Hg.): International Exhibition of Visual Poetry of São Paulo, Ausst.-Kat. Centro Cultural São Paulo, Werkabb. S. 94

C 1988 d mit Werner Zellien Beteiligung: Gedenken und Denkmal. Entwürfe zur Erinnerung an die Deportation und Vernichtung der jüdischen Bevölkerung Berlins. Ausst.-Kat. Berlinische Galerie, Berlin, Abb. S. 103

D 1988 a 100 Zitate aus Büchern zu Büchern. In: Magie des Buches. Ruhrfestspiele Recklinghausen, Ausst.-Kat. Städtische Kunsthalle Recklinghausen, unpag.

D 1988 b Achtzehn Werkzeuge. In: Yngve Zakarias. Holzschnitte. Rathaus Reutlingen u.a.O., dt./engl., S. 15–21
Die Ausstellung wanderte weiter nach Oslo, Bergen und Trondheim.

D 1988 c Realismus – Zitate zu einem Phänomen. In: Augenschein und Eigensinn. Realistische Malerei in Kassel seit 1974. Ausst.-Kat. Neue Galerie. Staatliche und Städtische Kunstsammlung Kassel, S. 65–71

D 1988 d Ein Raum für Pontormo. + Am Nabel gedreht. In: Frank Dornseif, Thomas Lange. Schatten der Liebe. Ausst.-Kat. Kunstverein Hannover, Provinciaal Museum voor Moderne Kunst, Ostende, S. 59–63 + S. 87–92
Dornseifs Faszination auch für Pontormos „Grablegung“ (um 1528) vereint Zeichnung im Raum mit Farben italienischer Plastiktüten.

D 1988 e Das Auge der Seele – Ding, Museum, Installation. In: Dietmar Kamper, Christoph Wulf (Hg.): Die erloschene Seele. Disziplin, Geschichte, Kunst, Mythos. Dietrich Reimer Verlag, Berlin, S. 280–288
Hermann Melville weist den Weg in die noch heute boomende Installationskunst, ein überstrapazierter Begriff, den ich heute möglichst nicht mehr verwende. Leider sind dem Text in der Druckfassung einige Sätze abhanden gekommen.

D 1988 f Schatten und Double. In: Frank Dornseif. Zeichnungen. Ausst.-Kat. Galerie am Körnerpark, Berlin, unpag.

D 1988 g [zu Claus Böhmlers LP „Materialien zur Postmoderne“]. In: Kunstproben. Studenten der Hochschule für Bildende Künste Hamburg Im Forum Junge Künstler. Ausst.-Kat. BATIG, Hamburg, S. 17

D 1988 h Der Meistersang der Gruppe 47. In: Dichter und Richter. Die Gruppe 47 und die deutsche Nachkriegsliteratur. Ausst.-Kat. Akademie der Künste, Berlin, S.77–79
Sprachgesellschaften im Barock und der Roman „Treffen in Telgte“ von Günther Grass. An dieser Akademie-Ausstellung von Jürgen Schutte war ich durch eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme als Assistent auch an der Redaktion des Katalogs beteiligt.

D 1988 i Zwei Gedichte in: Hansjörg Zauner (Hg.): Solande. Zeitschrift für neue Poesie 2, 1988, S. 22f.

1987

A 1987 a

A 1987 a buchstäblich wörtlich – wörtlich buchstäblich. Eine Sammlung  konkreter und visueller Poesie der sechziger Jahre in der Nationalgalerie Berlin. Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz, Konzeption. Lucius Grisebach, Michael Glasmeier, Berlin 1987, 282 S.

Von mir bearbeiteter, mit Einführung und Bibliografie versehener Bestandskatalog sämtlicher Werke der Sammlung der englischen Kunstkritikerin Jasia Reichardt, die 1979 erworben worden war. Abbildung aller Werke, Vorwort von Lucius Grisebach und mein Text Auf der Suche nach dem einen Wort – Einführung in die konkrete Poesie.

Eine Ausstellung der reichen Sammlung fand in der Nationalgalerie nie statt. Gezeigt wurde sie in Köln, Kiel und Nürnberg. Zur Künstlerliste und Ausstellungen C 1987 a. Innerhalb des Preußischen Kulturbesitzes wurde die Sammlung schließlich zwischen Kupferstichkabinett und Kunstbibliothek aufgeteilt und so ihrer inneren Kohärenz beraubt.

A 1987 b Karl Valentin. Der Komiker und die Künste. Carl Hanser Verlag,München u. Wien, 228 S.
Buchfassung meiner 1984 am Kunsthistorischen Seminar der Philipps-Universität Marburg eingereichten Dissertation, die das Werk des komischen Universalgenies in Korrespondenz zu avantgardistischen Kunststrategien unter folgenden Gesichtspunkten vorstellt: das lebende Orchestrion, der Volkssänger, Moritatensänger, Liedparodist, Instrumentalmusiker, der Sammler, Schauspieler, Museumsdirektor. Mit einer kommentierten Bibliografie zur Aufarbeitung primär der Sekundärliteratur und Rezeptionsgeschichte.

A 1987 c TEXTE ÜBER TEXTE. Siegen 1987, 32 S. = experimentelle texte, nr. 10, hrsg. von Karl Riha und Siegfried J. Schmidt
Kleine Anthologie meiner Schreibmaschinenpoesie aus den letzten Jahren. Reprint in und zwischen … A 2011 a.

C 1987 a buchstäblich wörtlich – wörtlich buchstäblich. Eine Sammlung konkreter und visueller Poesie der sechziger Jahre in der Nationalgalerie Berlin. Kölnischer Kunstverein (24.10 – 22.11.)

mit Stephan Bann, Max Bense, Claus Bremer, Klaus Burkhardt, Augusto de Campos, Henri Chopin, Bob Cobbing, Klaus Peter Dienst, Reinhard Döhl, Ian Hamilton Finlay, Barry Flanagan, John Furnival, Heinz Gappmayr, Ilse et Pierre Garnier, Matthias Goeritz, Eugen Gomringer, Bohumila Grögerova, Bernard Heidsieck, Helmut Heißenbüttel, Dick Higgins, Josef Hiršal, Dom Sylvester Houédard, Isidore Isou, Ernst Jandel, Jiři Kolář, Ferdinand Kriwet, Brian Lane, Maurice Lemaître, Hansjörg Mayer, Franz Mon, Edwin Morgan, Frieder Nake, BP Nichols, Ladislav Novak, , Yüksel Pazarkaya, Tom Philips, Décio Pignatari, Josua Reichert, Dieter Roth, Gerhard Rühm, Aram Saroyan, Konrad Balder Schäuffelen, Edward Lucie Smith, Mary Allen Solt, Timm Ulrichs, Wolf Vostell, Paul de Vree, Oswald Wiener, Emmett Williams u.a.
Katalog A 1987
Die Ausstellung fand anlässlich der IGNM Weltmusiktage ‘87 statt, vgl. Programmbuch S. 269–271.
Weitere Stationen der Ausstellung in der Kunsthalle Wilhelmshaven (2. – 25.12.1988) und der Kunsthalle Nürnberg (23.6. – 15.7. 1989), hier mit Lesungen und Symposium B 1990

C 1987 b Beteiligung: Thomas Kapielski. Nürnberger Ausgabe. Buchsortiment mit Pappregal, Hotel-Pension Nürnberger Eck, Berlin (Mai 1987)

D 1987 a Silvanische Bibliographie. In: Waldungen. Die Deutschen und ihr Wald. Ausst.-Kat. Akademie der Künste, Berlin, S. 313–321
An dieser groß angelegten kulturhistorischen Ausstellung von Bernd Weyergraf und Annemarie Hürlimann war ich im Rahmen von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen als Assistent an der Redaktion des Katalogs beteiligt.

D 1987 b Zeitraum. In: Aus den Städten. Ausst.-Kat. Kunstpalast Düsseldorf, S.43
Zu den Zeichnungen von Katharina Meldner.

D 1987 c das Haus – eine freuden-romance. In: Karl Taefler (Hg.): Anstöße. Texte, Bilder, Begegnungen. Hugo Ernst Käufer zum 60. Geburtstag. Verlag Gelsendruck, Gelsenkirchen, S. 165–168
Das von Clemens Brentano präfigurierte Gedicht hier in einer geburtstäglich bebilderten Fassung.

D 1987 d Lob des sparsamen Finanzmisters. In: Piotr Nathan. Ausst.-Kat. Interim Art London, Galerie Dörrie Priess, Hamburg 1987, dt./engl., S. 15–17. Neu in: Barbara Bloom: The Reign of Narcissism. Ausst.-Kat. Württembergischer Kunstverein Stuttgart, Kunsthalle Zürich, Serpentine Gallery, London 1990, S.168–171. Neu in: Piotr Nathan. Ausschnitte. Hg. Eva Schmidt. Gesellschaft für Aktuelle Kunst, Bremen, Cantz Verlag, Ostfildern 1994, S. 33–38
Einiges zur Kunst des Scherenschnitts, der Silhouette, die etymologisch auf den französischen Finanzminister Étienne de Silhouette (1709 – 1764) zurückgeht.

D 1987 e Event. In: STOPART. Ein Magazin. Merve Verlag Berlin, F + F-Schule Zürich, S. 20.

D 1987 f Áleitin verk. In: Yngve Zakarias. Ausst.-Kat. Norræna Húsiđ, Reykjavik, unpag.

1986

C 1986 a

C 1986 a Einzelausstellung: Die Kunstrezeption nach 1945. Hotel-Pension Nürnberger Eck, Berlin (12.6.)

Die künstlerische Intervention bildet den Abschluss der Ausstellungsreihe „Leipziger Allerlei“, deren Exponate normalerweise an den Fluren oder in den Aufenthaltsräumen der Hotel-Pension zu finden waren.

Bei mir waren diese Wände nun kunstlos, stattdessen hingen auf den Tapeten oder standen auf den Nachttischen der einzelnen Hotelzimmer A 6-Silberrahmen mit jeweils der Postkarte eines der blauen Gemälde von Yves Klein. Diese neuen Zimmerschmuckelemente hatten allerdings durch das spiegelnde Glas eher die Wirkung von kleinen rechteckigen Raumlöchern. Thomas Kapielski kam als Eröffnungsredner die Aufgabe zu, den Leuten zu erläutern, was sie nicht sahen, da die Ausstellungsräume bewohnt waren, es sei denn, die Besucher der Vernissage ihrerseits würden ein Zimmer mieten. Die Ausstellung war auf Permanenz angelegt. Wie lange sie gelaufen ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich habe nur gehört, dass die Gäste manchmal auf die Löcher reagierten und tröstliche Postkarten und Bilder in die Wechselrahmen steckten. 

Das Nürnberger Eck war wie etwa die 7. Produzentengalerie oder Büro Berlin ein von den Künstlern initiiertes Ausstellungsprojekt, das von 1985 an für zehn Jahre subkulturell am Kunstmarkt vorbei operierte, vgl. zu diesen Unternehmungen die Dokumentation dagegen dabei. Hrsg. v. Hans-Christian Dany, Ulrich Dörrie und Bettina Sefkow, Edition Michael Kellner, Hamburg 1998, dort zur Ausstellungsreihe im Nürnberger Eck S. 313.

C 1986 b Beteiligung: Künstlerbücher, Buchobjekte. Hg. Hermann Havekost, Ausst.-Kat. Universität Oldenburg, Werkabb. S. 572f.
Katalog in einer verwegenen Einbandgestaltung, die vier in Dreiecken gedruckte Buchelemente vereinen will.

D 1986 a Von Linie zu Linie. In: Linien Briefe Notationen. Ausst.-Kat. Städtische Galerie Lüdenscheid, 1986, unpag.
Erste größere Ausstellung zum Phänomen Linie zwischen Abstraktion, Schrift und Notation. Eine völlig vergessene Unternehmung zu diesem heute wieder verstärkt diskutierten Aspekt zarter Kunst. Ich schreibe über Lawrence Sterne, Piero Manzoni, Lewis Carroll, Robert Walser, Marcel Duchamp, John Cage u.a.. Mit Bibliographie.

D 1986 b Zeugnis einer Obsession. Vicino Orsini und der Heilige Wald von Bomarzo . In: taz, 12.7.1986, S. 15

D 1986 c Treppenflucht. In: Sigrid Ra: Die Treppe. Der Sturz. Ausst.-Kat. Mora, Berlin, unpag., neu in: Dieter Roth (Hg.): ZEITSCHRIFT FÜR ALLES 10A, 1987, S. 333–336
Essayistische Verarbeitung meines eigenen Treppensturzes. Folge: wegen Rippenprellung am 3.9. im Krankenhaus Am Urban.

D 1986 d VERMEER VERMEHREN. Vortrag zur Veranstaltung „Das Loch“. Begegnung der Camera Obscura“. 22.5.1985 Gesamthochschule Kassel. In: Dieter Roth (Hg.): Zeitschrift für Alles 9, (1986), S. 369–372
Bilderlose Schreibmaschinenfassung meines Textes, der dann in „Bauwelt“ ( → D 1989 e) und Üben → A 2000 erschien. Versuch, in dem Gewirr poetischer und künstlerischer Position der „Zeitschrift für Alles“ auch etwas Kunstgeschichte aufscheinen zu lassen.

D 1986 e Der bellende Bücherschrank. In: Bauwelt 9, 1986, S.289 – 292. Neu → D 1990 g
Es geht – wie der Titel schon sagt – um den Hund in der Literatur.

D 1986 f Gedichte in: Dieter Roth (Hg.), ZEITSCHRIFT FÜR ALLES 8, (1986), S. 426–430
Versuche einer neuen Form von „Gedichten auf Bilder“ etwa zu Werken von Fritz Rahmann, John Cage, Frank Dornseif, Hermann Pitz, Luciano Bartolini, für den ich „Das Rad des Klanges“ schrieb, das später dann Frieder Butzmann vertonen sollte (→ D 1992 i).

D 1986 g zu Claus Böhmlers Schallplatte „Materialien zur Postmoderne in Bild und Ton“, in: gelbe Musik, Katalog 7, Oktober 1986, neu → B 2023, S. 264

 

1985

D 1985 c

C 1985 a Beteiligung Mail-Art: Zugehend auf eine Biennale des Friedens. Kunsthaus und Kunstverein Hamburg (1.12. – 12.11.1986), Katalog

Von Robert Filliou konzipierte und mit René Block realisierte Ausstellung. Filliou: „Die erste Friedensbiennale wird im Dezember 1985 in Hamburg stattfinden. Bildende Künstler, Dichter und Musiker erproben Gestalt, Klang und Gefühl des Friedens. Frieden für den (Welt)Raum und (Welt)Raum für den Frieden. Neue Gedankengänge sollen mit Wissenschaftlern und fernöstlichen Meistern gefunden werden. Weitere Zusammenkünfte sind geplant. Erwartet wird kein fertiges Rezept für inneren / äußeren / gerechten Frieden. „Keine Hoffnung, keine Angst“, lautet eine überlieferte Weisheit. Kunst stimmt dem zu: Laßt uns unbeschwert reisen. Himmelan, Freude winkt. Spannen wir unsere Flügel.“

D 1985 a Zusatz zur vorsätzlichen Zusätzlichkeit. In: Raimund Kummer. Ausst.-Kat. Galerie Fahnemann, Berlin, unpag.

D 1985 b Das Große im Kleinen. In: Bauwelt 45, 1985, S.1770–1774
Zu künstlerischen Architekturmodellen von Marcel Duchamp, Hubert Kiecol, Gerd Rohling,Thomas Virnich, Norbert Radermacher, Rolf Samens, Hermann Pitz.

D 1985 c Terror und Ekel. In: Topor. Tod und Teufel. Hg. Gina Kehayoff und Christoph Stölzl, Ausst.-Kat. Münchner Stadtmuseum, München, S. 104–106 (deutsche Buchhandelsausgabe beim Diogenes Verlag, Zürich, französische bei Albin Michel, Paris, italienische bei Arnoldo Mondadori Editore, Milano), neu in Das Ganze…  → A 2008
Topor (1938 – 1997) besaß die irreste Lache, die ich je gehört habe. Immer wieder komme ich auf diesen Künstler zurück, auch um seine in jeder Hinsicht radikale Position der Überschreitung nicht vergessen zu machen → D 2020 f.

D 1985 d Gedicht Objet trouvé. In:  FRITZ 1, 1985, S. 152f.

D 1985 e Gedicht Zwischenspiel. In: Rolf Glasmeier. Zum Begreifen nahe…, Ausst.-Kat. Skulpturenmuseum Glaskasten, Marl, unpag.
https://de.wikipedia.org/wiki/Rolf_Glasmeier
https://www.youtube.com/watch?v=Y8VDGvPPV_Q

D 1985 f Mit der Zeit. In: Markus Kohn: Wandplastik. Ausst.-Kat. Der Standort – Raum für Installationen, Berlin, unpag.
http://www.kohn-kunst.de/

D 1985 g Beitrag zu einer Bibliographie der Architektur und Baugeschichte der Stadt Gelsenkirchen. In: Architektur im Ruhrgebiet. Gelsenkirchen. Architekturführer, Hg. Bund Deutscher Architekten BDA, Gruppe Gelsenkirchen, Essen, unpag.

D 1985 h Gedichte in: G.J. Lischka (Hg.), Alles und noch viel mehr. Die KatalogAnthologie der 80er Jahre, Bern 1985, S. 130–131

D 1985 i Schnupperneu. In: NYB. an arts magazine 1, 1985, S. 12.
Zur Neugestaltung des Wittenberg Platzes.

D 1985 j Von/über Cage. In: Wolkenkratzer Art Journal 7, 1985, S. 124
Rezension der Cage-Publikationen im Merve Verlag.

1984

A 1984 b

A 1984 a auf walfang im südlichen eis. Vogelsang, Berlin, 60 S. unpag., mit einem Nachwort von Ulrich Raulff

Zunächst war da meine große Begeisterung für Herman Melville und Moby Dick. Beiden widmete ich schon 1977 den kleinen Super-8-Film Das Antlitz des Wals. Dann fand ich die 90 Abbildungen in dem Buch „Walfänger. Auf Walfang im südlichen Eis“ (Hamburg 1939) von Wolfgang Frank. Die Abbildungen habe ich weggelassen und mich stattdessen nur für die Legenden unter den Fotografien interessiert, die nun ohne die Fotos einen eigenen Imaginationsraum eröffnen. Erschienen ist auf walfang im südlichen eis dann in dem Künstlerbücherverlag von Fritz Balthaus. Reprint in und zwischen …  A 2011 a. 

Ulrich Raulff im Nachwort: „Glasmeiers Traktat also fordert Schonung für die Wale, indem er sie von dem Zwang verschont, ein Bild zu sein oder ein Bild zu geben. Umgekehrt aber lehrt die Suspension der Wal-Fang-Bilder, dass es mit den Bildern ganz ähnlich ist wie mit den Walen. Dass sie nämlich zu groß sind für die Menschen. Wale und Bilder: man mag die einen ad finitum dezimieren, die anderen ad finitum multiplizieren – ‚fassen’ wird man sie nie.“ 

Eine Ausstellungsfassung wurde von Christian Schiebe erstellt und 2018 anlässlich der Ausstellung „Arktis“ gezeigt  C 2018 d.

A 1984 b revierflexionen. Seele Verlag, Berlin, 12 S. unpag., 300 Expl.
Gedichte, die ich 1983 anlässlich des Symposiums „Das Revier – Motiv und Motivation“ auf der Zeche Carl in Essen-Altenessen geschrieben und dort vorgelesen hatte D 1983 f. In ihnen kommt das Verfahren des Akrostichons zum Einsatz, d.h. die ersten Buchstaben einer Verszeile ergeben den Namen einer Stadt im Ruhrgebiet. Gestaltetet wurde das Heft von meinem Bruder Rolf, der eine Landschaft aus Schornsteinen imaginierte, für deren Gestaltung in einigen Fällen allerdings die originale Ordnung der Zeilen und damit nicht nur die Akrostichons geopfert wurden. Reprint in und zwischen …  A 2011 a.

C 1984 Beteiligung: Alfabeto. Mostra Internationale die Arte Postale. Chiostri di S.Caterina, Finalborgo, Italien

D 1984 a Was bleibt. In: Jürgen Kramer. Château Ste Victoire. Ausst.-Kat. Städtisches Museum Gelsenkirchen, S.69–72

Anneliese Knorr schrieb in den „Gelsenkirchener Blätter“ (20/84) zur Ausstellung: „Rückgriff und Vorausschau, Spontanität und tiefe Nachdenklichkeit wohnen eng beieinander. Wie weit der artistische Spielraum gesteckt ist, zeigt sich an den Bildern und Zeichnungen, die formal weit auseinanderklaffen, zeitlich aber zusammengehören. Er zitiert ständig das Spannungsverhältnis zwischen dunklen, schwermütigen Sujets – Grabdarstellungen, mythologische Themen und der Poesie des Tanzes oder der Lichterscheinung der Engel.“
Kramer (1948 – 2011) war Gelsenkirchener, Herausgeber des Magazins „Die 80er Jahre“, Denker, Musiker und Maler der Trauer. Er besaß eine außergewöhnliche Überzeugungskraft, die mich tatsächlich dazu brachte, mich mit Heidegger zu beschäftigen. Von seiner Malerei habe ich nach und nach immer mehr Abstand genommen.
https://archivb.de/vorwort/juergen-kramer-die-80er/

D 1984 b Installationen [Zusammenstellung] + Installation. Ausgewählte Bibliografie. In: KULTuhr, Nr. 9/10, 1984, S. 3–17 + S. 26
Themenheft zu einem damals brandneuen, heute inflationären Kunstbegriff. Meine Beiträge zu Büro Berlin, zum Symposium „Das Revier. Motiv und Motivation“ auf Zeche Carl (→ D 1983 h) und Frank Dornseifs „Raum für Pontormo“ (→ D 1988 d).

D 1984 c Gedicht Zwielicht. In: Norbert Tefelski (Hg.), KULTuhr 7, 1984, S. 18
Zur Lichtkunst von Jakob Mattner

D 1984 d Gedicht MELANCALLME II. In: Martin Schweizer, Bernhard Sauter (Hg.), HEFT X ,1984, S. 2 , neu → D 2002 e

D 1984 e Zwei Gedichte in: Gelsenkirchen literarisch. Kleines Autoren-Lexikon. Hg. Hugo Ernst Käufer, Stadtbücherei Gelsenkirchen, S. 38/39

1983

A 1983 a

A 1983 a mit Fritz Rahmann: ENZYKOPÄDIE. Eine Ausstellung, Seele Verlag Berlin, 24 S., unpag., 240 Expl.

Nachträgliches Künstlerbuch zu unserer gleichnamigen Ausstellung 1980 in der Boeckhstraße 7, veranstaltet von Büro Berlin → C 1980. Wir räumten die Hinterlassenschaften der metallverarbeitenden Firma Pagel & Wunderlich auf und ordneten die uns meist unbekannten Dinge auf den Boden zu Tableaus, verbunden durch das Wort „und“. Fotokopierter Einband eines handschriftlichen Textes von Rahmann. Dokumentationsfotos und Bibliografie. Reprint in und zwischen … → A 2011 a. Später schrieb ich noch eine Hymne auf diese Arbeit, die – nach Abnahme des Schutzumschlags mit einem Foto der ENZYKLOPÄDIE – auf dem Einband von und zwischen dazwischen und dazwischen und… abgedruckt und titelgebend ist ( → A 2011 a). Im Nachhinein ist das Raum- und Objektgedicht ENZYKLOPÄDIE, gerade weil es mit körperlicher Schwerstarbeit verbunden war, vielleicht unser/mein bester poetischer Text.

A 1983 b Selbstpublikation: Widmungen. Berlin, 30 S., unpag., 23 Expl., handschriftlich
Jede leere Seite eines unlinierten Schreibheftes mit jeweils einer Widmung und Signatur an Freunde.

C 1983 Beteiligungen Mail Art: International Drawing Exhibition ’83. Ausst.-Kat. Korean Culture & Arts Foundation Gallery, Seoul, unpag., Werkabb. Zeichnung
REVOLUCION. POEMA COLECTIVO. Universidad Autonoma Metropolitana, Xochimilco, Mexiko, Katalog
Alfabeto. Mostra internationale di arte postale. Libreria Petrini, Torino, Italien
Body Parts. Mail Box Gallery. Pittsburgh, Katalog
Peter Küstermann (Hg.): Kein Krieg in meiner Stadt! Mailart für den Frieden, Ausst.-Kat. Lingen, unpag.n Werkabb. Postkarte
Los Derechos Humanos. Mustra Itinerante. Peru
ARTIST’S MATCH BOOKS & BOXES. Mail Box Gallery, Pittsburgh, Katalog
MAILART ’83, Ausst.-Kat. Galerie im Ganserhaus, Wasserburg/Inn, unpag., Werrkabb.
Wunschadressen. Card-art aus Gelsenkirchen. Hans-Sachs-Haus, Gelsenkirchen

D 1983 a Zitagebuch. In: Peter Gente, Heidi Paris (Hg.): DRY. EIN MAGAZIN. Merve Verlag, Berlin, S. 44–50
Tatsächlich habe ich damals tagtäglich Zitate in ein eigenes Heft, bzw. auf Karteikarten geschrieben und gesammelt. Diese von Heidi Paris gestaltete Stück Literatur ist und bleibt der Höhepunkt meiner Zitatkunst, wobei ich mich hier weniger als Apologet einer Postmoderne sehe, die Zitate miteinander verbindet, sondern bis heute auf ihre Eigenmächtigkeit und Selbstwirksamkeit bestehe.

D 1983 b Wanderung auf der Zeche Carl. Zum Symposium „Das Revier: Motiv und Motivation“. In: Der Architekt 12, 1983, S 651f., auch → D 1983 h

D 1983 c mit Thomas Isermann: Das Spiel mit dem Planeten. Über das einfache Verhältnis der Kunst zur Erde. In: Tumult. Zeitschrift für Verkehrswissenschaft 7, 1983, S. 141–143
Seinerzeit war die Zeitschrift „Tumult“ noch kein rechtslastiges Publikationsorgan.

D 1983 e Angelologische Bibliographie. In: Tumult. Zeitschrift für Verkehrswissenschaft 6, 1983, S. 9–15
Ungewöhnlicherweise steht meine Bibliografie am Anfang des Themenheftes über Engel mit Beiträgen von u.a. Walter Seitter, Michel Foucault, Bazon Brock, Dietmar Kamper, Gert Mattenklott.

D 1983 f Revierflexionen + Beitrag zu einer Physiognomie der Ruhrgebietslandschaft. In: Helmut Bettenhausen u.a. (Hg.): Das Revier. Motiv und Motivation. (Dokumentation) Essen 1983, S. 114, + S.139f.

Dokumentation eines gleichnamigen Symposiums auf der Zeche Carl in Essen-Altenessen als ein wichtiger Schritt zum künstlerischen Selbstverständnis im Ruhrgebiet. Mit u.a. Claus van Bebber, Helmut Bettenhausen, Heinrich Böll, Hermann Esrichter, Rolf Glasmeier, Jiři Hilmar, Wulf Kirschner, Diethelm Koch, Ansgar Nierhoff, Ike Vogt, Martina Werner
Meinen Gedichtzyklus Revierflexionen gab es später dann als Einzelpublikation → A 1984 b

D 1983 g Wi(e)der die Fülle der Leere. Zur Ausstellung „Kunst. Landschaft.Natur“. In: Der Architekt 11, 1983, S. 521

D 1983 h Die Welt der Barbie und die Welt der Literatur. In: Norbert Tefelski (Hg.), KULTuhr 5, 1983, S. 25–28
Text-, Bildzitate aus dem Angebotskatalog von Barbiepuppen in Konfrontation zu Literaturzitaten.

D 1983 i lesen im zug. In: Guy Bleus (Hg.): W.A.A. MAIL eArth PROJECT. Pocket Edition, Wellen, Belgien, unpag.
Wunderschöne kleine und dicke Atlas-Publikation, für die ich ganz im Sinne Marcel Broodthaers’ die Städtenamen einer Deutschlandkarte mit dickem Strich eliminiert habe. Das Original ist nicht mehr vorhanden.

D 1983 j Gedichte in: Tropism 47 (1983), Hg. Guy de Bièvre, Aerosol Productions & Publications, Ruisbroek, Belgien, unpag.

D 1983 k Messer und Zoo: Der Alltag 2, 1983, S. 111–112
Rezension zu Andreas Seltzers Publikation „Die unheiligen Dinge“.

D 1983 l VOR/NACH. In: Rolf-Peter Baacke, Ingrid Buschmann, Gerti Fietzek (Hg.): GEPEIN 6/7 (1983), S. 1–2, S. 66–67
Gestempelte Heftinterventionen zum Anfang und zum Ende der Publikation.

D 1983 m Gedicht in: ORTS ZEIT RUHR. Das Magazin für das Ruhrgebiet 10, 1983, S. 32.
Das Gedicht aus dem Zyklus im augenblick des augenschnitts wurde veröffentlich im Rahmen der Reihe „Schreibstube im Revier. Hugo Ernst Käufer stellt vor.“ Käufer: „Hier schreibt jemand, der unverstelltes Sehen als unverfälschte Kommunikation mit der Landschaft, mit der Umwelt vermittelt.“

D 1983 n Gedicht monteverdi (Auszüge) + Sätze zum Schamanismus + Coveridee in: Atelier Rolf Glasmeier. Dokumentation 2. Kunstfeste 1975 – 1982. Essen (1983), S. 18 + 99
ferner gibt es noch Hinweise auf die mit Reinhard Spier entwickelte tonbildschau „Torten der Neuen Sachlichkeit“, die 1979 in den Atelierräumen gezeigt wurde.

1982

C 1982 a

C 1982 a Einzelausstellung: Auszüge, Merve Verlag, Berlin, 7.11.1982
Katalog, 3 seitige fotokopierte, klammergeheftete Liste meiner diversen Publikationen, Ausstellungen oder Filme
Alles an einem Tag, Vernissage und Finissage in der Fabriketage des Merve Verlags in der Crellestr. 22: Ausstellung der Publikationen auf Tischen, ein Vortrag über Karl Valentins Panoptikum, Projektionen der Filme, Vorführung des Hörspiels Kaputt etc.

C 1982/83 Beteiligung: Kunst zum Überleben. Mail-art-workshop, Hg. Stadt Bergkamen, Kulturverwaltung Ausst.-Kat. Bergkamen, dt./engl.,unpag.

C 1982 b Beteiligungen: MAIL.ART 666. Thierry Tillier, Charleroi, Belgien, Katalog
SALVA LA CAMPAGNA ROMANA! Montecelio, Italien
The Mother’s Day Show. Museum of Museums, Waregem, Belgien, Katalog
Alfabeto. International Exhibition of Mail Art. Palazzo della Provincia, Luglio, Katalog
The Magic Show. An International Mail Art Exhibition. Contemporary Arts Forum, Santa Barbara, California, Katalog
RUBBERSTAMP SHOW. Jürgen Olbrich. Ausst.-Kat. GH Kassel, Katalog, unpag. Werkabb.
Mostra Internazionale di Arte Postale. Montecelio (bei Rom), Plakatkatalog
International Mail-Art Exhibition of Visual Message. Ausst.-Kat. Kwan Hoon Museum of Fine Art, Seoul, unpag., Werkabb.
ALFABETO. International Exhibition of Mail Art. Umberto Stagnaro, Finale Ligure, Italien, Katalog

D 1982 a Das Panoptikum der Künste. + Die Geschichte des Valentin-Panoptikums. + Rekonstruktion eines Katalogs des Valentin-Panoptikums. + Die Valentin-Rezeption nach 1945. In: Karl Valentin. Volkssänger? Dadaist? Ausst.-Kat. Münchner Stadtmuseum, Schirmer/Mosel, München, S. 104–150 + S. 270–275 ,Buchhandelsausgabe im Verlag Schirmer/Mosel, München, auch als Knaur Taschenbuch, o.J., Bd. 2330
Im Wesentlichen die Publikation der Ergebnisse meiner Magisterarbeit an der TU Berlin.

D 1982 b Valentin lesen + Das Panoptikum des Karl Valentin. In: Karl Valentin zum 100. Geburtstag. Fundsachen 4, Film 82/2, hg. v. Münchner Filmmuseum, S. 44–48
Sammlung von Fundsachen zu Valentin von Karl Kraus bis Herbert Achternbusch. Valentin lesen war mein Originalbeitrag. Das Panoptikum des Karl Valentin wurde erstmalig ein Jahr früher veröffentlicht → D 1981 c.

D 1982 c POINTERS TO THE NEW OLD MUSIC. In: Jürgen Kramer (Hg.): Der Rabe. Jahrbuch 1981/82. DIE 80ER Jahre, 10/11, 1982
Im existenziellen Punk- und New Wave mein Text zur Musik des Barocks, in den der Herausgeber – wie der Setzer einst in der TAZ – teilweise sein „veto“ einlegte.  Mit Diskographie.

D 1982 d Zeichnungen: Dieter Roth (Hg.): ZEITSCHRIFT FÜR ALLES 7, 1982, S 94–97
Acht furchtbare porträtähnliche Zeichnungen auf Karteikarten mit Überschriften, die dann bei gehöriger Menge in einem Karteikasten alphabetisch geordnet werden könnten. Versuch bibliographische und künstlerische Tätigkeit zu vereinen. Lob der Karteikarte!

D 1982 e Gedichte in: Im Angebot. Texte für den Frieden. Hg. Gruppe Gelsenkirchener Autoren, Gelsendruck, Gelsenkirchen, S. 37f.

1981

A 1981 c

A 1981 a einige illuztrierte sprüche des johann wolfgang goethe. Patio Verlag, Frankfurt am Main, 20 S., unpag. = PA-RA-BU 23, hrsg. v. Karl Riha
Porträtfotos aus Magazinen in Konfrontation mit einigen Sprüchen aus den „Maximen und Reflexionen“, verbunden durch fiktive Namens-, Alter- und Berufsangaben. Reprint in und zwischen … A 2011 a, neu in: Kultur & Gespenster 11, 2010, S. 297–313

A 1981 b Selbstpublikation: an der architektur vorbei. abbildungen zu abbildungen. Berlin, 44 S., unpag.
Als Festschrift zum 60. Geburtstag meines Vaters, des Architekten Ernst Otto Glasmeier realisierter Gedichtzyklus zur Architektur Berlins. Ausgangspunkt waren Postkarten, die von der Landesbildstelle Berlin als Stadtwerbung im 20er-Set an Schulklassen und andere Besucher der Mauerstadt verteilt wurden. Reprint in und zwischen … A 2011 a.

A 1981 c Mülleimer im Stadtbild. Architektenkammer Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, 20 S. unpag.
Heft mit Abbildungen aller Schautafeln der gleichnamigen Ausstellung: von architektonischer Mülleimerintegration über Mülleimergestaltung bis zur Müllentsorgung. Mit einem poetischen Text von mir und einem frappanten Gedicht von Heinz Erhardt. Alle Fotos stammen von mir und wurden auf langen Solex-Mofaexkursionen durch Gelsenkirchen geknipst. Gestaltung der Tafeln und des Katalogs: Rolf Glasmeier.
Die Ausstellung dazu fand im Bildungszentrum Gelsenkirchen statt (3.7. – Ende August). Hans-Jörg Loskill: „Dokumentiert wird die delikat-undelikate Situation rund um den Müll in einer Ausstellung (nebst gelungenem Katalog) von Michael C. Glasmeier […]. Er schaut sich in seiner Umgebung um und in die Mülleimer hinein. Der liebevoll bemalte Mülleimer, der mit ‚Dr. F.‘ gezeichnete Mülleimer (man hält eben auch hier auf Etikette), der Mülleimer aus Straßen, Plätzen, Höfen, in Kellern, Garagen, Gärten, Schränken, der Mülleimer in tristen und in angenehm-freundlichem Umfeld: Glasmeier bezeugt Elend und Versuche, dem Mülleimer einen ordentlichen Platz im Lebensrhythmus des Alltags zuzuweisen.“
Rez.: Hans-Jörg Loskill in WAZ 15.8.1981

C 1981 a Beteiligung: Artist’s Books. Ausst.-Kat. Metronom, Barcelona

C 1981 b Beteiligung: Das Buch als Kunstobjekt. Ausst.-Kat. Landesbibliothek Bern

C 1981 c Beteiligung Mailart: ARE YOU EXPERIENCED? Hg. Guy Bleus, Vrije Universiteit Brüssel, Mikrofilmkatalog, Werkabb.
Peter Jörg Splettstösser. Internationaler Stempelworkshop Bremen, Ausst.-Kat. Weserburg, Bremen, unpag., Werkabb.

D 1981 a Anmerkungen zum Thema Licht. In: Licht in Westfalen. Ausst.-Kat. Städtische Galerie Lüdenscheid, 1981, unpag., zuerst → D 1977 a

D 1981 b Gegen Lebensqualität & Co. In: Der Architekt 7/8, 1981, S. 354f.
Zur Mieterinitiative Agnesstraße in Gelsenkirchen.

D 1981 c Das Panoptikum des Karl Valentin. In: Solo – eine Zeitschrift. Hg. Merve Verlag Berlin und ROSTA-Buchladen Münster. 1981, S.12f.
Illustrierter Beitrag, platziert zwischen Artaud und Nam June Paik.

D 1981 d Gedicht Mein kleiner Süßwarenladen. In: Rolf-Peter Baacke, Ingrid Buschmann, Gerti Fietzek (Hg.): GEPEIN 4 (1981), S. 40.

D 1981 e Poesie in: Jürgen Kramer (Hg.): Die 80 Jahre, Nr 7/8, S. 64
Zum Projekt dieser sich in Format und Aussehen stets ändernden Kunst- und New Wave-Zeitschrift aus Gelsenkirchen: https://archivb.de/vorwort/juergen-kramer-die-80er/.

D 1981 f Meine Schönheitsgalerie. In: Rolf-Peter Baacke, Ingrid Buschmann, Gerti Fietzek (Hg.): GEPEIN 2 (1981), S. 5–8
Fotoporträts aus Werbung in Anlehnung an die Schönheitsgalerie König Ludwig I. in Schloss Nymphenburg.

D 1981 g Camera obscura – Beitrag zu einer Bibliographie. In: Florian Kleinefenn, Fritz Rahmann: Camera Obscura Galerie Giannozzo. Edition Giannozzo, Band 15, Berlin, Loseblattsammlung in Karton, unpag., 100 Expl.

D 1981 h ES IST FOTOGRAFIEREN EINE KUNST. In: Dieter Roth (Hg.): ZEITSCHRIFT FÜR ALLES 6, 1981, S. 33–35
Ein Nachdenken in drei Kapiteln: Werbefoto für das Fotografieren, nur im Spiegel zu lesender poetischer Text von mir und Zitatsammlung. Hier haben wir alle meine damaligen poetischen Strategien in nuce: Foto- und Textzitate und dazwischen das „lyrische Ich“.

D 1981 i Eine Radierung von Herbert v. Karajan. In: Titanic. Das endgültige Satiremagazin 10, 1981, S. 69
Von Titanic etwas stark aufgemöbelte Abbildung meines leeren Notenblatts Johann Sebastian Bach. Messe in h-moll (BWV 2321). Nach einer Radierung von Herbert v. Karajan.

D 1981 j ARMERIKA. In: Sphinx. Cahiers trimestriels d’alternatives artistques & culturelles 12/13, 1981, S. 24
Gestempelte Postkarte.

1980

A 1980

A 1980 Selbstpublikation: pontormo. Berlin, 32 S., unpag., 300 Expl., Handsatz
Gedichte zu den Tagebüchern und dem Altargemälde „Grabtragung Christi“ (1525 – 1528) des manieristischen Malers Pontormo. Die erste Begegnung 1979 mit dem Maler in der Cappella Copponi von Santa Felicità in Florenz löste eine Faszination aus, die bis heute nicht nachgelassen hat und zum Hörspiel Pontormos Sintflut geführt hat, das ich 2014 mit Frieder Butzmann für Deutschlandradio Kulltur realisieren durfte A 2014. Reprint in und zwischen … A 2011 a.
Das Bändchen wurde von mir selbst im Bleisatz auf einer Heidelberger in der Berliner Kellerdruckerei der Edition Sirene (Gneisenaustrasse) gesetzt.

B 1980/81 Verleger: I HATE THE UNIVERSE. eine new wave songtext anthologie. Hg. und Übersetzung Sylvia James, Vorwort Jürgen Kramer, Seele Verlag, Berlin, edition seele nr.1, dt./eng., 32 S., unpag.
Erster und einziger Versuch über meine eigenen Publikationen hinaus als Verleger tätig zu werden. Die heute gesuchte Publikation bringt Songtexte von immer noch geliebten Bands wie Crass, Cure, The Door and the Window, Fall, Human League, Pop Group, PIL, Sex Pistols, Teenage Jesus and the Jerks, Theoretical Girls, Throbbing Gristle.

B 1980 Klappkarte: Karl Valentin…. Und pflücke dir einen Christbaum. Edition Sirene, Berlin, 4 S., unpag.
Handgesetzter Weihnachtsgruß des Verlags, aber durchaus im Handel erhältlich.

C 1980 a Einzelausstellung mit Fritz Rahmann: ENZYKLOPÄDIE. eine Ausstellung. Böckhstr. 7 4. Etage, Berlin (17. – 21.12.)
Veranstaltet durch Büro Berlin, Publikation → A 1983 a.

C 1980 b Beteiligung: Künstlerbücher. Realisation: Hubert Kretschmer, Produzentengalerie Adelgundenstrasse, München (16.5. – 26.7.),
Katalog, 3 Bde. im Schuber, Werkabbildungen Bd. 2, S. 21, Bd. 3, S. 9

C 1980 c Beteiligung Mail Art: INTERNAT… FOOL! MAIL ART SHOW. Le point d’ironie u.a., Riede, Katalog
International Mail-Art Festival. ICC, Antwerpen
Mail Art. Galerie St. Johann, Saarbrücken
Internationale Mail-Art, Atelier Rolf Glasmeier, Gelsenkirchen
Menschenrechte. Amnesty International, Mantelfabrik, Gelsenkirchen

D 1980 a mit Günter Schönfelder: Die Musik machen wir. Zum Verhältnis von Musik und Sprache in der Musik der 80er Jahre. In: Sprache im technischen Zeitalter 74, 1980, S. 146–152
Erster Versuch einer Interpretation von Punk- und New Wave-Songs.

D 1980 b der chipsfressende proustleser. In: Jürgen Stelling (Hg.): Cafe der Poeten. Neue Restaurantgedichte. Verlag Manfred Eichhorn, Ulm, S. 28

D 1980 c Gedicht e.p. In: Martin Schweizer, Bernhard Sauter (Hg.): Heft VI, 1980 S. 21
Das Gedicht fußt auf Erwin Panofskys Analyse von Tizians „Allegorie der Klugheit“ (1665 – 1570).

D 1980 d IMMER DIE LETZTE. In: Norbert Tefelski (Hg.): KULTuhr 17, 1980, S.11–15
Hier habe ich aus dem Fragebogen „Sag uns, wie Du bist, und wie es Dir geht“ der Jugendzeitschrift BRAVO immer die letzte Antwort zum Andruck gebracht. Vom Herausgeber fotografisch illustriert.

D 1980 e Textbilder: DOC(K)S 27 – 34, 1980; Folio 691–693
Handschriftliche Sammlung von Sätzen die mit „This could be…“ beginnen.

D 1980 f DER WUNSCH. In. Kryptogame 3, 1980. S. 131f.
Illustriertes Poem.

D 1980 g Poesie mit Rolf Annuß: VERDUMMT IN ALLE EWIGKEIT. In: EIN JA ZUM LEBEN. Gedichte zum Arnold Hau-Preis 1980, Verlag Leben & Kunst, Darmstadt, S. 24

D 1980 h Vom Büchermachen. In: Rolf-Peter Baacke, Ingrid Buschmann, Gerti Fietzek (Hg.): GEPEIN 1 (1980), unpag., Zitatensammlung

D 1980 i Eine Liebesgeschichte in drei Kapiteln. In: Notausgang 1, Hg. Sylvia James, Gelsenkirchen, S. 14
Kurze Fotoromance.
Sylvia James, ehemalige Sängerin u.a. von „Materialschlacht“, lebt heute in Bremen.

D 1980 j Gedicht in: ANALLE. Zeitschrift für Kultur 8, (1980), S. 41 f.

1979

A 1979 e

A 1979 a Selbstpublikation: Gedichte. Berlin, 32 S., unpag., 30 Expl., gestempelt
16 handgestempelte Einwortgedichte in unliniertem Schreibheft. Reprint in und zwischen … → A 2011 a.

A 1979 b Selbstpublikation: Freunde. Berlin, 24 S., unpag., 24 Expl., handschriftlich
Auf jeder Seite des unlinierten Schreibheftes in der Mitte die Telefonnummer eines Freundes. Das Heft wurde jeweils an einen der 24 Freunde verschenkt.

A 1979 c Tableau um / mit Musik. Ein Schauspiel in vier Akten. in: Theater heute 10 (1979), S. 2. Uraufführung anlässlich von „IM THEATER. Die Büro Berlin Produktion 1983“, Hebbel-Theater Berlin, 28.8.1983.

A 1979 d Buchobjekt: Hommage à Bachelard. Holzkasten (11,8 x 17,8 x 1,8 cm) mit seitlicher Beschriftung. Unikat
Geschlossener Holzkasten in den Maßen der Taschenbuchausgabe (Ullstein Buch Nr. 3136) meines nicht nur damaligen Lieblingsbuchs „Poetik des Raumes“ von Gaston Bachelard, in dem es ein einer Stelle heißt „In einem geschlossenen Kästchen wird es immer mehr Dinge geben als in einem offenen Kästchen. Die Verifikation ist der Tod des Bildes. Immer ist einbilden größer als leben.“ (S.118).

A 1979 e mit Ulrich Janetzki und Wolfgang Schlüter: li-te-ra-tur. Selbstpublikation, Berlin, 20 Expl., A 4-Copybuch, 67 S.
Exemplarische Auswahl unserer Gedichte und Porträtfotografien des jeweiligen Schreibtisches. Covergestaltung: Rolf Glasmeier.

D 1979 a Automatenmenschen. Eine Auswahlbibliographie zur Sekundärliteratur. In: Sprache im technischen Zeitalter 71, 1979, S. 215–219, neue Fassung → D 1989 b

D 1979 b mit Ernst Otto Glasmeier: Die drei Theater des Musiktheaters. Zur Architektur des Hauses. In: MUSIKTHEATER. Bühnen in Gelsenkirchen. Hg. Heiner Jahn und Jörg Loskill, Verlag der Buchhandlung Lothar Junius, Gelsenkirchen, S. 40–45
Zum Großen -, Kleinen Haus und dem Foyer mit den Wänden von Yves Klein und zu den weiteren Kunstwerken von Jean Tinguely, Norbert Kricke, Paul Dirkes, Robert Adams.

D 1979 c Gedichte. In: Dieter Roth (Hg.) ZEITSCHRIFT FÜR ALLES 5, 1979, S. 48–51
Appropriationen zu Hölderlin und Wittgenstein, die ich später in TEXTE ÜBER TEXTE (→ A 1987 c) übernehmen werde. Meine erste Beteiligung an Dieter Roths „ZEITSCHRIFT FÜR ALLES“, der 1985 begann, wirklich alles, was nicht länger als fünf Seiten war, dort abzudrucken. Zunächst waren nur die engsten Freunde Roths am Unternehmen beteiligt, doch dann wuchs sich die Sache bis zur Nr. 10, die tatsächlich 1252 Seiten umfasste und zusätzlich von einem Supplementband begleitet wurde, in schöner Konsequenz immer mehr aus. Ein irres Unternehmen, das auch als Vorläufer der Mail Art bislang noch nicht gebührend gewürdigt wird.

D 1979 d Seht, unsere Kinder! Über die heile Welt im Grünbuch „Verbaut unseren Kindern nichts!“. In: Der Architekt 4, 1979, S. 197
Kritische Rezension zur Illustrationspraxis einer Publikation der Bundesarchitektenkammer über die Wohnungssituation der Kinder in der BRD.

D 1979 e Sakra, jetzt papp i aa. Der Unsinn und die Wissenschaften. In: Sprache im technischen Zeitalter 68, 1978, S. 373–381
Mit u.a. Samuel Beckett und Karl Valentin im Gepäck rein in die  Wissenschaftssprache.

1978

D 1978 c

D 1978 a MONA LISA. In: Mona Lisa im 20. Jahrhundert. Ausst.-Kat. Wilhelm-Lehmbruck-Museum der Stadt Duisburg. S. 164
Mein Gedicht wird dort zitiert und interpretiert im Rahmen des Beitrags „Mona Lisa unter den Dichtern“ von Julian Heynen.

D 1978 b Zwei Gedichte in: ANALLE. Zeitschrift für Kultur 4 ,1978, S. 100f.

D 1978 c Zwei Dreizeiler in: Dreizeiler. Eine Anthologie. Hg. W.E. Richartz, Karl Riha, PA-RA-BÜ XII, Frankurt am Main, unpag.
Sammlung gestempelter Dreizeiler von u.a. Ernst Jandl, Peter Weibel, Friederike Mayröcker, Ernst Meister, Walter Höllerer, Fitzgerald Kusz, Gerhard Rühm. Tolle Sache für mich, dabei zu sein.

1977

D 1977 b

D 1977 a Legenden. In: Dieter Hacker, Andreas Seltzer (Hg.): Volksfoto 3, 1977, S. 28f.
Aus einem Pornomagazin werden die Bildlegenden ohne die Fotos präsentiert, ein Verfahren, das ich später mit auf walfang im nördlichen eis (→ 1984 a) in Richtung Prosa wieder aufgreifen werde.

D 1977 b Anmerkung zum Thema Licht. Text zu einer Ausstellung in Gelsenkirchen-Buer 1975. In: Hugo Ernst Käufer, Hans-Jörg Loskill (Hg.): Sie schreiben in Gelsenkirchen. Texte, Daten und Fotos von 23 Autoren, Literarischer Verlag Helmut Braun, Köln, S.42–48, neu → D 1981 a
Zu Georges de La Tour und Paul Scheerbart als Mischung aus Poesie und Kunstwissenschaft.

D 1977 c Denkbilder. In:  Dieter Hacker, Andreas Seltzer (Hg.): Volksfoto 3, 1977, S. 51–58
„Werbung, Kriminalistik und Wissenschaft bedienen sich der Zahlenfotos, um spezifische Merkmale des Produkts, Falls und Objekts zu erklären.
Ich suche dieses Material in Zeitungen, Zeitschriften, schnipple den Kontext weg und ersetze ihn durch entsprechend nummerierte Leerzeilen.“bc

1975

A 1975 a

A 1975 a Buchobjekt: vorschlag: geschichte eines soldaten. heirat etc. typisches ende. Selbstpublikation, Berlin, 20 S., 10 Expl., Fotoalbum
Auf Reisen in der Türkei gefundene Postkarten mit idealisierten Soldaten-, Familien- oder Hochzeitsujets in einem selbstklebenden Fotoalbum zu einer Lebensgeschichte montiert. Das Objekt hat etwas unter dem Zahn der Zeit gelitten.

A 1975 b Selbstpublikation: selbstdarstellung. Berlin, 24. S., unpag, Unikat
A 5-Schulheft mit handschriftlichen Kommentaren zu fotokopierten Porträtfotos aus meiner Kindheit bis in die studentische Gegenwart auf der rechten Seite, jeweils auf der linken kommentierte Fotos meiner Berliner Hinterhofwohnung im Leuschnerdamm und die Kreuzberger Umgebung. Das Heft endet mit einer Abschrift aus Gertrude Steins „Erzählen“. Auf dem Löschblatt findet sich zudem ein getippter Auszug aus diesem für mich wichtigen Buch, das 1971 in der Übersetzung von Ernst Jandl in der Bibliothek Suhrkamp erschien und mich 1994 zur gleichnamigen Ausstellung in der Akademie der Künste inspirierte C 1994 b.
Das Heft entstand im Zusammenhang eines Seminar von Wolfgang Max Faust an der TU Berlin, der mit der Verteilung solch’ gebundener Leerseiten die eigenschöpferischen, poetischen Kräfte auch der Literaturtheorie mobilisieren wollte. Es ist hinten mit seinem Stempel versehen.

D 1975 Monteverdi. Text und Kommentar. + Auswahlbibliographie zur Theorie der phonetischen Poesie. In: Sprache im technischen Zeitalter 55, 1975, S. 217–220 + S. 286–290
Auszüge aus der umfangreicheren Text-Bild-Zitat-Komposition Monteverdi.
Die Bibliographie wird von Hanns Sohm (1921 – 1999) kommentiert, in dessen Archiv in Markgröningen sie hauptsächlich erarbeitet wurde, wo ich vom Zahnarzt Sohm sehr freundlich aufgenommen wurde und übernachten durfte. Zwischen zwei Zahnbehandlungen erschien Sohm, rauchte zwei Züge und holte neue Schätze aus seinen Regalen. Später versuchte ich, dieses mehr als bedeutende Fluxus- und Avantgardearchiv nach Berlin zu bekommen, was mir aber nicht gelang. Heute wird es in der Staatsgalerie Stuttgart betreut.

 

1970

B 1970

A 1970 Hörspiel: Kaputt, Westdeutscher Rundfunk, WDR 19.11.

Im damaligen Programmheft heißt es: „Mein Hörspiel ist gemacht mit einem kaputten Kassettenrecorder. Es ist ein unperfektes Zufallsprodukt. Ich spiele den Leuten etwas vor und sie können es hören. Also: Hörspiel im wörtlichen Sinne. Hörspiele, wie sie im Augenblick produziert werden, sind die perfekte Weiterentwicklung literarischer Aussagen. Mein Hörspiel verzichtet darauf. Das heißt: Ich habe mich hingesetzt, einen Text von Burroughs genommen, Platten vorgespielt, mit dem kaputten Kassettenrecorder gekämpft. Ich habe mich oft versprochen. Alles ist Zufall.“

https://hoerspiele.dra.de/vollinfo.php?dukey=1450889&SID
Günter Rinke: Das Pophörspiel. Definition – Funktion – Typologie. Bielefeld 2018, S. 115 – 117

B 1970 Hektografierte Flugblätter: OPEN-Aktionen. Interview mit Ernst Jandl. Gesamtschule Gelsenkirchen

Trotz einer 1000er Auflage kein Exemplar mehr vorhanden. Jandl antwortete schriftlich auf vier Fragen. Die daraus abzuleitenden Thesen zur Lyrik wurden zusammen mit einer Gedichtauswahl auf Matrize getippt, wie das damals noch üblich war, mittels Walze und Drehkurbel vervielfältigt und klammergeheftet – ein durchaus handwerklicher Reproduktionsprozess, von dem wir mittlerweile meilenweit entfernt sind. Ziel war es, die Flugblätter an Bahnhöfen, Bus- und Tramstationen oder in Fußgängerzonen zu verteilen. Jandl schrieb hier: „Lyrik, denke ich, ist die beste Art heute Literatur zu machen; richtig angewandt, erlaubt sie, mehr als jede andere Gattung, Schärfe, Präzision, Intensität. Langes Lesen macht müde, oder schwammig. Was wir brauchen sind Worte, die in eine Richtung wollen; ob wir sie einschlagen, oder eine andere wählen, in jedem Fall sind wir herausgefordert, aktiv zu sein.“

Das zweite Flugblatt galt dem Lyriker Michael John Chapmann, dessen Gedichte ich aus dem Englischen übersetzte. Kein Material mehr vorhanden.

Rez.: MIK in WAZ Gelsenkirchen 3.3.1970

D 1970 Gedichte in: schwarz auf weiß 1. zeitschrift für studenten an der pädagogischen hochschule ruhr 1970, S.10, 12f

1969

D 1969

D 1969 Gedichte in: Hugo-Ernst Käufer (Hg.) Beispiele Beispiele. Texte aus der literarischen Werkstatt Gelsenkirchen. Bitter Verlag, Recklinghausen, S. 113f.

Hugo Ernst Käufer (1927 – 2014) war der große Förderer der Schriftsteller im Ruhrgebiet zwischen Arbeiterliteratur und Experiment, speziell in Gelsenkirchen. Hier war er von 1977 bis 1987 Direktor der Stadtbücherei. 1967 gehörte er zu den Mitbegründern der Literarischen Werkstatt Gelsenkirchen, aus der 1971 der Werkkreis Literatur der Arbeitswelt hervorging. Dort bin auch ich häufig aufgetreten.

1965

D 1965

D 1965 Cartoons in: Voran 10, 1965, Coverrückseite

Inspiriert von Chas Addams, Chaval, Saul Steinberg, Sempé, James Thurber, Roland Topor und Loriot – dem ich sogar eine Brief schrieb, der nicht unbeantwortet blieb –, begann ich im katholischen Internat mit stilistisch unbeholfenen Witzzeichnungen, die in der vom Design her an „twen“ orientierten katholischen Jugendzeitschrift „voran“, aber auch im reaktionären „Der Ministrant“ tatsächlich abgedruckt wurden: meine ersten Veröffentlichungen.

In dem mit den Cartoons auch abgedruckten Brief an die Redaktion schrieb ich: „ Ich bin 14 Jahre alt und bin ein Schüler des Kolleg St. Thomas in Vechta. […] Mein Kopf steckt […] sozusagen voller Karikaturen. Eines Tages kam ich plötzlich auf die Idee, sie zu zeichnen. Ich bin kein großer Künstler, aber ich möchte Ihnen doch einige schicken.“

Noch heute besitze ich das inzwischen ramponierte Exemplar meiner damaligen Bibel, das von Rolf Karrer-Kharberg 1963 im Diogenes Verlag publizierte „Wer zeichnet wie? Ein ‚Who‘s Who’ einer Anzahl recht komischer Künstler von Addams bis Zimnik“.